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Der ausdrücklich als "Förderverein für die historische Aufarbeitung der Geschichte
des Lagers Rollwald" gegründete Verein existiert heute nicht mehr.
Wie der Vorsitzende Josef Lach, betont hatte, war mit der Veröffentlichung
der Forschungsergebnisse im Buch von Fr. Dr. Heidi Fogel der satzungsgemäße
Vereinszweck erfüllt.
Einer Empfehlung des Vorstandes folgend beschloss die außerordentliche Mitgliederversammlung
am Montag, 5. Dezember 2005 einstimmig die Auflösung des Vereins und bestimmte
- ebenfalls einstimmig - Josef Lach, Roland Bonaventura und Rainer Bergert zu Liquidatoren. Diese wurden beauftragt,
die Löschung im Vereinsregister und beim Finanzamt in die Wege zu leiten.
Einladungen und Tagesordnung der außerordentlichen Mitgliederversammlung
s. Mitgliederversammlung
Die verbliebenen Bar- und Sachmittel, wurden gemäß der
Satzung an die Stadt Rodgau übergeben, welche sie zweckgebunden (zum Wahren des Gedenkens und
zur Durchführung der jährlichen Gedenkfeiern) verwalten, bzw. verwenden sollte.
Inzwischen hat es der Verein für multinationale Verständigung Rodgau e.V. (munaVeRo) im Rahmen seiner Aktivitäten gegen
Rassismus und Vergessen übernommen, das Gedenken an das Lager Rollwald aufrecht zu erhalten und das fortzuführen, was der
Förderverein während der Zeit seines Bestehens neben der historischen Aufarbeitung mit übernommen hatte.
MunaVeRo wird in Zukunft die jährlichen Gedenkfeiern organisieren und wird auch die Ausstellung und verbliebenes Material/ Bücher
in diesem Sinne verwalten und einsetzen.
Eine Vereinbarung darüber zwischen den Liquidatoren des Rollwaldvereins,
der Stadt Rodgau und munaVeRo wurde im April 2006 unterzeichnet und die verbliebenen Mittel wurden daraufhin von der Stadt
in die direkte Verfügung des Vereins munaVeRo übergeben.
Einige ehemalige Mitglieder des Fördervereins und seines Beirats haben sich dankenswerter Weise
bereitgefunden, den Verein munaVeRo bei seinen - das Lager Rollwald betreffenden - Aktivitäten
tatkräftig und mit ihrem Wissen um das Thema zu unterstützen.
Vom 13. – 23. November haben wir - munaVeRo gemeinsam mit dieser Unterstützergruppe - die Ausstellung
zum Lager erstmals am Ort des Geschehens (in Rollwald) gezeigt. Das sollte vor allem zur sachlichen
Information der Anwohner Rollwalds dienen, war aber auch für Menschen aus der Umgebung gedacht.
Damit verbunden hatten wir ein Veranstaltungsangebot für Information und Diskussion an Schulklassen.
Wir freuen uns sehr, beide Ziele erreicht zu haben, denn es waren
während dieser Zeit insgesamt ca. 240 Menschen, darunter 4 Schülergruppen (jeweils ca. 25 Jugendliche) in der Ausstellung.
Vom 11. September bis 6. Oktober diesen Jahres wurde die Ausstellung - erstmals durch munaVeRo organisiert - im Foyer des Kreishauses
in Dietzenbach gezeigt. Dort hat sie am 29. Septenber auch einer der wenigen
noch lebenden Lagerinsassen besucht. Er war 1943 im Alter von 20 Jahren in das Lager gekommen und ist inzwischen 84 Jahre alt.
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Betr. Buchbestellungen:
Es sind (12/2006) noch ca. 100 Exemplare der
Rollwald-Dokumentation vorhanden. Bei Bedarf kann das Buch bei munaVeRo bestellt werden.
(so lange der Vorrat reicht, ein Nachdruck ist nicht vorgesehen)
E-mail:
rollwaldbuch@munavero.de
Tel: 06106/733325, Fax: 06106/886560
Das Buch hat 400 Seiten mit 77
Abbildungen.
Format 15,5 x 24 cm; Hardcoverumschlag;
Preis 17.50 €
(zuzüglich Versandkosten und Nachnahme)
ISBN: 3–00-013586-3
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